Währungspaar und Kryptowährungen

GT unterstützt Portfolios, Konten, Instrumente und Transaktionen in unterschiedlichen Währungen. Daher ist das Währungspaar für GT unverzichtbar. In GT wird versucht, die Fiatwährungen und bestimmte Kryptowährungen gleichartig zu behandeln.

Ein Währungspaar kann nicht gehandelt werden, für den Handel muss ein entsprechendes Wertpapier oder abgeleitetes Instrument vorliegen. Dieses basiert auf einer Anlageklasse mit Forex als Finanzinstrument. Unterstützte Kryptowährungen sind BTC, BNB, ETH, ETC, LTC und XRP. Dabei gilt es zu beachten, dass die Datenquellen für Kryptowährungen nur Innertag- bzw. historische Kursdaten zu den wichtigsten Welt-Währungen wie USD, EUR, JPY, GBP und CHF liefern.

Wann entsteht ein Währungspaar

Ein Währungspaar muss nur selten von Hand erstellt werden. In den allermeisten Fällen legt GT es selbst an, sobald eine Angabe zwei unterschiedliche Währungen miteinander verbindet. Massgebend ist dabei immer eine Richtung: GT erzeugt genau dasjenige Paar, das für die anstehende Umrechnung benötigt wird. Existiert das Paar in dieser Richtung bereits, wird es wiederverwendet und es entsteht kein zweites.

AuslöserErzeugtes Währungspaar (von → nach)
Ein Konto wird mit einer von der Portfoliowährung abweichenden Währung gespeichertPortfoliowährung → Kontowährung
Eine Transaktion wird erfasst, bei der Instrument- und Kontowährung auseinanderfallen, oder ein Kontoübertrag zwischen zwei WährungenInstrument- → Kontowährung bzw. Konto- → Kontowährung
Beim Transaktionsimport wird eine Position mit Wechselkurs verarbeitetwie bei der manuellen Transaktion
Ein Konto-Dauerauftrag erhält eine von der Kontowährung abweichende BetragswährungBetragswährung → Kontowährung
Die Währung eines Portfolios wird geändertKlientenwährung sowie alle in diesem Portfolio gehandelten Instrumentwährungen → neue Portfoliowährung
Die Währung des Klienten wird geändertalle Portfoliowährungen sowie alle gehandelten Instrumentwährungen → neue Klientenwährung
Die Funktion Währung Klient und Portfolios wird ausgeführtwie die beiden vorhergehenden Zeilen zusammen
Eine Auswertung benötigt einen Wechselkurs, der noch fehlt — dies betrifft Kreuzkurse, den Aufbau der Bestandstabellen, die Instrument-Statistik und verschiedene Portfolio-BerichteKlientenwährung → Instrument- bzw. Kontowährung
In der Watchlist wird über das Kontextmenü Hinzufügen neu erstelltes Währungspaar gewähltfrei gewählte Basis- und Kurswährung

Das folgende Diagramm fasst den Ablauf zusammen. Entscheidend für die Wartezeit ist, wer das Währungspaar ausgelöst hat.

graph TD
    A["Auslöser: Konto, Transaktion, Import, Dauerauftrag,<br/>Währungswechsel, Auswertung, manuelle Erstellung"] --> B{"Währungspaar in dieser<br/>Richtung vorhanden?"}
    B -->|ja| C["Vorhandenes Währungspaar wird verwendet"]
    B -->|nein| D["Neues Währungspaar wird erstellt,<br/>Standardkonnektoren werden zugewiesen"]
    D --> E{"Wer hat das Währungspaar ausgelöst?"}
    E -->|Auswertung| F["Kurse werden sofort geladen,<br/>die Auswertung wartet darauf"]
    E -->|Benutzeraktion| G["Kurse werden unmittelbar danach<br/>im Hintergrund geladen"]
    F --> J["Währungspaar ist einsatzbereit"]
    G --> H{"Kursgeschichte leer geblieben?"}
    H -->|nein| J
    H -->|ja| I["Aufgabe 40 lädt die Kurse später nach"]

Richtung und Umkehrpaar

CHF/USD und USD/CHF sind für GT zwei eigenständige Währungspaare. Beim automatischen Erstellen prüft GT ausschliesslich, ob das Paar in der benötigten Richtung schon vorhanden ist. Besteht bereits USD/CHF und wird CHF/USD benötigt, so wird CHF/USD zusätzlich angelegt. Beide Paare bestehen danach nebeneinander, werden getrennt mit Kursdaten versorgt und erscheinen beide in der Suche.

Davon ausgenommen sind Auswertungen, die einen Kreuzkurs über die Klientenwährung bilden, sowie die Instrument-Statistik mit der Renditeberechnung. Diese suchen bewusst in beiden Richtungen und rechnen mit dem Kehrwert, statt ein zweites Währungspaar zu erzeugen.

Tipp

Prüfen Sie vor der manuellen Erstellung eines Währungspaars, ob die Gegenrichtung bereits in einer Watchlist vorhanden ist. Andernfalls pflegen Sie zwei Paare, deren Kurse doppelt geladen werden, obwohl ein einzelnes für die Umrechnung genügen würde.

Konnektoren eines neuen Währungspaars

Ein automatisch erstelltes Währungspaar erhält seine Datenquellen aus den globalen Einstellungen. Welche der vier Einstellungen zum Zug kommt, hängt davon ab, ob eine Kryptowährung beteiligt ist. Es genügt, wenn eine der beiden Währungen eine der unterstützten Kryptowährungen ist, unabhängig davon, ob sie als Basis- oder als Kurswährung auftritt.

Art des WährungspaarsHistorische KursdatenInnertag-Kursdaten
Nur Fiatwährungen, beispielsweise EUR/CHF«gt.currency.history.connector»«gt.currency.intra.connector»
Mindestens eine Kryptowährung, beispielsweise BTC/USD«gt.cryptocurrency.history.connector»«gt.cryptocurrency.intra.connector»

Diese vier Einstellungen kann der Administrator unter Globale Einstellungen anpassen. Sie wirken ausschliesslich auf neu entstehende Währungspaare; bestehende Währungspaare behalten ihren Konnektor. Für ein einzelnes Währungspaar lässt sich der Konnektor jederzeit über das Kontextmenü Bearbeiten Währungspaar in der Watchlist überschreiben.

Laden der Kursdaten

Wie schnell die Kurse eines neu entstandenen Währungspaars zur Verfügung stehen, hängt vom Auslöser ab.

Wird das Währungspaar durch eine Benutzeraktion ausgelöst, also durch ein Konto, eine Transaktion, einen Import, einen Dauerauftrag oder die manuelle Erstellung, so wird es zuerst gespeichert und die Kursdaten werden unmittelbar danach im Hintergrund geladen. Die Eingabe wird dadurch nicht verzögert. Es kann jedoch vorkommen, dass die Ansicht das Währungspaar kurzzeitig noch ohne Kurs zeigt; nach einem Neuladen der Ansicht sind die Werte vorhanden.

Entsteht das Währungspaar dagegen im Rahmen einer Auswertung, werden die Kursdaten sofort geladen, weil die Auswertung ohne Kurs kein Ergebnis liefern kann. Diese eine Auswertung dauert deshalb spürbar länger als sonst. Beim nächsten Aufruf ist das Währungspaar bereits vorhanden und die Auswertung läuft wieder in gewohnter Geschwindigkeit.

Wechsel des Konnektors bei einem bestehenden Währungspaar

Wird beim Bearbeiten eines Währungspaars der Konnektor für die historischen Kursdaten oder dessen URL-Erweiterung geändert, verwirft GT die vorhandenen historischen Kurse und liest sie unmittelbar über die neue Datenquelle neu ein. Auch das geschieht im Hintergrund, sodass der Bearbeitungsdialog sofort schliesst.

Anmerkung

Beim Währungspaar erscheint für dieses erneute Einlesen kein Eintrag im Aufgabenmonitor, und die bisherigen Kurse werden nicht in das Archiv der historischen Kursdaten übernommen. Beim Wertpapier ist beides der Fall, siehe Konnektorwechsel und erneutes Einlesen der Kursdaten. Wechseln Sie den Konnektor eines Währungspaars deshalb nur, wenn die neue Datenquelle die benötigte Kursgeschichte tatsächlich abdeckt.

Wenn ein Währungspaar ohne Kurse bleibt

Liefert die Datenquelle beim ersten Laden nichts, bleibt das Währungspaar ohne historische Kurse zurück. Für diesen Fall gibt es ein Sicherheitsnetz: Zusammen mit der täglichen Kursaktualisierung sucht GT alle Währungspaare ohne historische Kurse und reiht für jedes die Aufgabe Historische Kursdaten eines leeren Währungspaares laden ein. Diese ist im Aufgabenmonitor sichtbar und in der Aufgabenbeschreibung unter der Nummer 40 beschrieben.

Das Sicherheitsnetz greift nur bei vollständig leerer Kursgeschichte. Wurden nach einem Konnektorwechsel lediglich einzelne Kurse eingelesen, gilt das Währungspaar als versorgt. Prüfen Sie in diesem Fall die Vollständigkeit in der Kurs Datenfeed Ansicht der Watchlist und lösen Sie dort bei Bedarf die Reparatur der historischen Daten aus.